Streitschlichter AG
Unsere StreitschlichterInnen der GGS Godorfer Hauptstraße stellen sich vor:
Milan, Nell, Lucie, Maria, Melissa, Fatima, Sonja (1.Reihe von links nach rechts)
Justus, Lauan, Ignat und Kian (2.Reihe von links nach rechts)
Streitschlichter AG
Seit 2015 werden an der GGS Godorfer Hauptstraße StreitschlichterInnen von der Schulsozialarbeiterin ausgebildet. Die AG verläuft erfolgreich. Insgesamt werden zehn bis dreizehn StreitschlichterInnen ausgebildet und stehen in den Pausen zur Verfügung, um in Gesprächen mit den betroffenen Parteien eine Lösung zu finden. Somit können Streitereien auf diesem Weg ohne Hilfe der LehrerInnen geschlichtet werden. SchülerInnen lernen in der AG, anderen SchülerInnen bei Lösung von Konflikten beizustehen und ihnen zu helfen, Konflikte ohne Gewalt auszutragen.
Was versteht man unter Streitschlichtung?
Streitschlichtung ist ein Verfahren, um Auseinandersetzungen auf einer sachlichen Ebene zu regeln. Die Aufgabe von StreitschlichterInnen ist es hierbei, als unparteiische Dritte zwischen zwei Konfliktparteien unterstützend und vermittelnd zu wirken. Ziel ist es nicht herauszufinden, wer im Recht ist. StreitschlichterInnen üben keine (Schieds-) Richterrolle aus. Sie sollen Streitenden helfen, gemeinsam eine Lösung des Problems zu entwickeln, mit der beide Konfliktparteien zufrieden sind.
- Haben die Streitenden eine Übereinkunft gefunden, könnte diese als Vertrag zwischen den Seiten festgehalten und von allen beteiligten Personen unterschrieben werden. Die Hilfe der StreitschlichterInnen kann von Konfliktparteien in Anspruch genommen werden, muss es aber nicht. Es ist lediglich ein Angebot! (vgl.Götzinger und Kirsch 2004).
Praktischer Einsatz der StreitschlichterInnen:
Dauer der Streitschlichtertätigkeit
Die SchülerInnen, die an der Ausbildung zum/r Streitschlichter/in teilnehmen, verpflichten sich grundsätzlich, ihre Aufgabe langfristig durchzuführen, das heißt, im gesamten 4. Schuljahr, um eine Stabilität in der Konfliktbewältigungsarbeit zu gewährleisten. Das Projekt findet in Form einer AG einmal in der Woche am Nachmittag für eine Stunde statt. Die StreitschlichterInnen lernen in 6 Stufen die Schlichtung eines Streites anzuleiten. Die Inhaltliche Aspekte werden in Form von Arbeitsblättern und Rollenspielen erarbeitet. Die Ausbildung endet mit einer kleinen Prüfung, und bei Bestehen erhalten die StreitschlichterInnen eine Urkunde.
Das Modell für die Grundschule orientiert sich an der klassischen Mediation und umfasst 6 Stufen:
1. Erklären der Regeln
2. „Was ist passiert?“
3. „Wie hast du dich gefühlt?“
4. „Was ist vor dem Streit passiert?
5. Lösungsvorschläge
6. Vertrag und Nachtreffen (vgl.Götzinger und Kirsch 2004).
Organisatorische Durchführung der Streitschlichteraufgaben
Die Streitschlichter und Streitschlichterinnen sind auf dem Schulhof durch das Tragen von gelben Westen mit dem Aufdruck „Streitschlichtung“ gut zu erkennen. Jede(r) Streitschlichter/ in hat in einer Hofpause pro Woche „Dienst“, der durch einen festen Plan geregelt ist. Hierbei üben zwei bis drei Kinder gemeinsam ihre Tätigkeit aus. Die zeitliche Durchführung von Streitschlichtungen findet in der 1. Hofpause statt. Hierbei ist es gestattet, diese auch einige Minuten über das Pausenende hinaus auszudehnen. Auf diese Weise wird erreicht, dass Konflikte, die während der Pause entstanden sind, nicht in den Unterricht getragen werden und dieser somit störungsfreier ablaufen kann.